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16. Februar 2019


Mitte Februar 2019: Rascher Start der Haselpollensaison

16. Februar 2019

Blütenstände der Gemeinen Hasel (Corylus avellana) am 10.02.2019 in Berlin-Charlottenburg (Foto: J. Kleine-Tebbe)

Pollenflugdaten verschiedener Standorte laut Dr. Wachters Pollenflug-Report (http://www.pollenflug-nord.de/): Die schönsten Pollenkurven im Netz!

10 Fakten zur Allergie durch Haselstrauch-Produkte:

  1. Haselpollen fliegen während milder Winter bereits im Januar/Februar; 2019 geht es wegen steigender Temperaturen offenbar ab Mitte Februar richtig los – vor allem wenn es jetzt wärmer bleibt und kaum regnen sollte…
  2. Das Major-Allergen Cor a 1 ist in diversen Varianten sowohl in den Pollen als auch in der Haselnuss vorhanden
  3. Cor a 1 gehört zur Familie der pflanzlichen Stressproteine („pathogenesis-related protein family 10“, kurz PR-10-Proteine) oder Bet v 1-Homologe;  gemeinsames Merkmal ist eine ähnliche Struktur und Ähnlichkeit zum Major-Allergen Bet v 1 der Birkenpollen
  4. Vermutlich stellt Bet v 1 in unseren Breiten die primäre Sensibilisierungsquelle für Baumpollen-Allergiker dar
  5. Durch Kreuzreaktionen (IgE-Bindung ähnlicher Proteine, z.B. aus der Gruppe der Bet v 1-Homologen) entwickeln viele Birkenpollen-Allergiker während der Blüte von Hasel, Erle, Buche, Hainbuche und Eiche allergische Symptome (Augenjucken, Niesanfälle, laufende u./o. verstopfte Nase)
  6. Bet v 1-bedingte IgE-vermittelte Kreuzreaktionen sind in Nord- und Mitteleuropa die häufigste Ursache von Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter!
  7. Nach Genuss roher, ungegarter Hasel-, Walnüsse u. ggfs. Mandeln, Äpfel, Birnen,  Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen, Kiwi, Feigen, Karotten, Sellerie und Soja lösen darin enthaltene Spuren der Bet v 1-homologen Proteine häufig lokale Beschwerden in Mundhöhle und Rachenraum, manchmal auch schwere, bedrohliche allergische Reaktionen aus
  8. Die genannten pflanzlichen Lebensmittel werden im gegarten Zustand meistens gut vertragen (sofern sie ausreichend erhitzt wurden!)
  9. Sollten z.B. auch verarbeitete, geröstete Haselnüsse schwere Reaktionen provozieren, sind wahrscheinlich stabile Speicherproteine der Haselnuss (Cor a 9, Cor a 11 oder Cor a 14) die verantwortlichen Allergene
  10. Die betroffenen Haselnuss-(Speicherprotein)Allergiker – zum Glück nur wenige!
    – sind stärker gefährdet als der klassische Birken- und Haselpollen-Allergiker mit seiner Kreuzallergie (s.o.),
    – sollten auch Spuren von Haselnüssen, geröstete, verarbeitete Haselnüsse bzw. entsprechende Produkte (incl. Schokolade u. Nusscremes) vermeiden,
    – sorgfältig die Zusammensetzung verpackter Lebensmittel prüfen und immer eine Notfallapotheke mit eine Adrenalin-Autoinjektor mit sich führen und sofort einsetzen, falls versehentlich doch einmal eine Haselnuss verzehrt wird und eine schwere Reaktion droht.

Weitere Informationen über den DGAKI-Presse- u. Medienkontakt


Anmelden u. Reise buchen: Mainzer Allergie-Workshop 2019

15. Januar 2019

DGAKI-Frühjahrstagung für Original Allergologie-/Immunologie-Forschung am 29. – 30. März 2019

Der Tagungsleiter Prof. Dr. Joachim Saloga (re.) und der DGAKI-Präsident Prof. Dr. Thomas Werfel (li.) laden herzlich zur 31. Frühjahrstagung der DGAKI im Hörsaal der Universitäts-Hautklinik Mainz ein.

Demnächst können Sie hier das druckfrische Programm herunterladen

Forschungsaktive Allergologen, wissenschaftlicher Nachwuchs und erfahrene Profis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland werden an 2 Tagen hochkarätige Originalbeiträge präsentieren. Die drei besten Abstracts werden auch 2019 wieder mit dem von der Firma ALK-Abelló gestifteten Mainzer Abstract-Preis ausgezeichnet. Der 1. Preis ist mit 1.000 €, der 2. Preis mit 750 €, der 3. Preis mit 500 € dotiert.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es ein von den Junior Members der DGAKI organisiertes Symposium mit eigenem Thema und natürlich Fortbildungspunkte. Der „Mainzer Abend“ rundet das Veranstaltungsprogramm ab und bietet Raum für Gedankenaustausch und Networking.

Seien Sie bei dieser wichtigen Allergie-/Immunologie-Forschungstagung dabei; verfolgen Sie die aktuellen Forschungsprojekte im deutschsprachigen Raum  und diskutieren Sie mit allen Teilnehmern die neuesten Ergebnisse am Fr./Sa. 29./30.03.2019 in Mainz!
Der Webmaster, Berlin 16.01.2019.


Studien-Tabellen zur SIT-S2k-LL endlich aktualisiert

22. Dezember 2018

Kurz vor den Feiertagen war es soweit: die aktuellen Studien-Tabellen zur spezifischen Immuntherapie (SIT) sind wieder online verfügbar! Eigentlich zur halbjährlichen Aktualisierung vorgesehen gab es diesmal Verzögerungen. Grund waren fachliche Diskussionen um die Bewertung von klinischen Studien und ihre methodische Qualität.

Sämtliche berücksichtigten Studien wurden daher von einem Mitarbeiter der AWMF evaluiert und mit Evidenzgraden versehen. Diese sind jetzt zusammen mit ergänzenden Bemerkungen in den SIT-Tabellen (Baumpollen, Gräserpollen, Hausstaubmilben) ersichtlich. Damit ist der Weg zu mehr Transparenz bei der Studienbewertung geebnet.

Die kommende Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie (AIT) wird auf S3-Evidenzniveau angehoben. Dann werden sämtliche AIT-Studien nach international üblichen und vordefinierten Kriterien bewertet. Das bedeutet einen entscheidenden Schritt nach vorn für die produktspezifische Bewertung von Präparaten zur AIT. Hier gilt Deutschland als Vorreiter und ist – besonders durch die Impulse der Abteilung Allergologie des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)  –  weltweit führend auf dem Weg zu einer modernen, Evidenz-gestützten Allergen-Immuntherapie.

Aktuelle Informationen zur AIT finden Sie auch im neuen „Weißbuch Allergie in Deutschland“ (siehe unten):

Allergen-Immuntherapie-Kapitel im Weissbuch_Allergie_2018.pdf

22.12.2018, der Webmaster