DGAKI-„StartUp“ 2017 in die Zukunft: Neue AG „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“

13. Juni 2017

Die Therapie schwerer atopischer / allergischer Erkrankungen zeigt seit einigen Jahren bahnbrechende Neuerungen.

Die ersten spezifischen Antikörper (Biologika) für diese Indikationsgruppe wurden bereits zugelassen. Eine Reihe weiterer neuer Substanzen befindet sich aktuell in klinischen Studien, noch mehr werden derzeit präklinisch untersucht.

Diese Entwicklung wird von der DGAKI als wissenschaftliche Fachgesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie einhellig begrüßt!

Beim diesjährigen DAK 2017 in Wiesbaden soll daher eine neue Arbeitsgruppe „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“ (Arbeitstitel) entstehen. Wie andere AGs der DGAKI auch, wird die AG sowohl wissenschaftliche als auch klinische Thematiken anpacken.

Alle interessierten DGAKI-Mitglieder sind zur Mitarbeit in der AG und zur Gründungsversammlung herzlich eingeladen!

Kommen Sie am 5. Oktober 2017 um 13:15 Uhr nach Wiesbaden (parallel zum Deutschen Allergiekongress, Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben). Wir würden uns freuen, wenn Sie der DGAKI-Geschäftsstelle Ihr Interesse an einer aktiven Mitarbeit bereits vor der Gründungsversammlung formlos mitteilen (bitte an info@dgaki.de). Inhaltliche Anregungen für die Arbeit der AG nimmt unser aktueller DGAKI-Präsident gerne direkt entgegen. Werden Sie aktiv und gestalten die allergologische Zukunft mit!

DGAKI AG „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“

Prof. Dr. med Thomas Werfel, MHH, Hannover

Präsident der DGAKI, E-Mail: werfel.thomas@mh-hannover.de


Jetzt bewerben, überzeugen und gewinnen: 5.000 Euro und Nachswuchsförderpreis der DGAKI

12. Juni 2017

Steckbrief: Nachwuchsförderpreis der DGAKI

Gesucht: herausragende Originalarbeit

Eigenschaften: besondere wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Allergologie und klinischen Immunologie

Zweck: Förderung jüngerer Wissenschaftler (bis zu drei Personen) aus dem deutschen Sprachraum

Ausschluss: Lebensstellung und >40 Jahre alt, Angestellte von Industriefirmen

Inhalte: diagnostische und therapeutische Fragestellungen oder Projekt zur Grundlagenforschung

Stiftung: Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn

Preisverleihung: auf dem 12. Deutschen Allergiekongress 2017 in Wiesbaden

Preisgeld: 5.000,- Euro

Bewerbungsschluss:  31. Juli 2017

Mehr Informationen zum Nachwuchsförderpreis der DGAKI hier


Aktuelle Wetterlage und warme Temperaturen steigern die Gräserpollenbelastung

29. Mai 2017

10 Fakten zur Gräserpollen-Allergie

IMG_1210  (Foto: J. Kleine-Tebbe, Glottertal, 24.05.2015)

  1. Gräser blühen in Mitteleuropa von (Mitte) Mai bis August mit Maximum im Juni/Juli, 2017 je nach Region recht unterschiedlich; eine verlässliche Pollenflug-Vorhersage funktioniert bestenfalls für wenige Tage.
  2. Gräserpollen transportieren eine Reihe von Proteinen (Eiweißstoffe); einige wurden als wichtige Allergene identifiziert (z.B. in Pollen vom Lieschgras Phleum pratense; detaillierte Information unter www.allergome.org)
  3. Bei erhöhter Allergiebereitschaft (Atopie) bildet das Immunsystem gegen diese Fremdproteine Antikörper der Klasse E (Immunglobulin E, kurz IgE), das anschließend fest auf Mastzellen im Gewebe und in der Schleimhaut haftet
  4. Bei erneutem Allergenkontakt provozieren eine Reihe von Botenstoffen (z.B. Histamin) aus Mastzellen und anderen Immunzellen eine allergische Entzündung und Symptome wie Augenjucken, Niesen, Naselaufen, verstopfte Nase, ggfs. Husten, erschwerte Atmung und Auswurf (Asthmasymptome)
  5. Wegen erheblicher Allergenmengen im Frühsommer sind die Gräserpollen neben den Baumpollen die häufigste Quelle für allergische Beschwerden (im Volksmund „Heuschnupfen“) in der warmen Jahreszeit
    …und nicht etwa die „weißen Flusen“, eigentlich Flugsamen von Bäumen, die zur gleichen Zeit bei klarem Wetter unterwegs sind
  6. Bei Beginn der Pollensaison leiden die Betroffenen häufig mehr als durch später auftretende, höhere Allergenbelastungen  – wahrscheinlich das Ergebnis „natürlicher Toleranzentwicklung“, ein Gewöhnungseffekt des Immunsystems
  7. Die verantwortlichen Hauptallergene (z.B. Majorallergene der Gruppe 1 u. Gruppe 5) zeigen bei allen Süßgräsern eine ähnliche Struktur, sodass das IgE-Repertoire des Gräserpollen-Allergikers sie kaum unterscheiden kann: Es besteht daher ausgeprägte Kreuzallergie zwischen sämtlichen Gräserpollen-Allergenen. Fazit: Wer auf ein Gras eine Allergiebereitschaft (=Sensibilisierung) entwickelt, wird auf sämtliche Gräser reagieren
  8. Die Diagnose beruht auf einer typischen (Vor)geschichte (Anamnese) und positiven Ergebnissen in sogenannten Sensibilisierungstests (Prickhauttest oder spezifischer IgE-Test gegen Gräserpollenallergene)
  9. Wirksame Pharmaka bei Pollenflug sind wie bei anderen allergischen Atemwegsbeschwerden Kortison-haltige Asthma- bzw. Nasensprays (mittlerweile nicht mehr rezeptpflichtig) und nicht-sedierende Antihistaminika als Tabletten, Augentropfen und Nasensprays. VORSICHT: Kortison-Depotspritzen ins Gesäß…diese Injektionen legen für einige Wochen die Kortisonachse lahm, können Dellen im Fettgewebe hinterlassen und werden nicht empfohlen.
  10. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ist die einzige Behandlung, die nachhaltig die Beschwerden (und den Medikamentenverbrauch) in der Gräserpollen-Saison lindern und wahrscheinlich Asthma und Neu-Sensibilisierungen vorbeugen kann. Unterschiedliche Verfahren haben sich zu diesem Zweck bewährt:
    a)    „Klassische“ Immuntherapie mit regelmäßigen Injektionen während des gesamten Jahres für 3 Jahre
    b)    Kurzzeit-Behandlung mit einigen Injektionen vor der Pollensaison (3 Zyklen empfehlenswert, d. h. 3 Jahre)
    c)    Sublinguale Immuntherapie mit täglicher Anwendung von Tabletten- oder Tropfenpräparaten unter der Zunge (=sublingual), entweder ganzjährig oder 4 Monate und während der Pollensaison für 3 Jahre

Berlin, 25.05.2017

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Dann klicken Sie hier und laden dieses Kapitel aus dem „Global Atlas of Allergy“ der EAACI herunter:
PDFsymbolGRASS ALLERGENS Chapter 3g in Global Atlas of Allergy EAACI 2014.pdf

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28. Mai 2017